AndersReich


Wichtige Hilfen

Entwickeln sich Kinder in den ersten sechs Lebensjahren nicht, wie sie sollen, stehen plötzlich ganz viele Experten für ein Gespräch vor der Tür - und wir Eltern fassungslos dahinter. Hebammen, Kinderärzten und Erziehern folgen Menschen mit kaum vertrauten Berufen wie Heilpädagoge, Osteopath oder Logopäde. Es gibt Schreiambulanzen und SPZ's. Zudem wissen die mitleidenden eigenen Eltern und andere Angehörige einer völlig anderen Generation immer alles besser und verunsichern uns zusätzlich mit ihren nicht immer hilfreichen Kommentaren.

Also wurschtelt man sich hektisch durch die einzelnen Hinweise, versucht, es allen recht zu machen und wird dabei erschlagen von Entwicklungstabellen, Vergleichen mit anderen und tausenden Tipps, die man gar nicht alle umsetzen kann oder will.

Dann wird das "nicht normal entwickelte" Kind endlich eingeschult, und der Lärm der letzten Jahre verhallt schlagartig. Was für den einen eine Erholung ist, wirkt auf den anderen beängstigend. Mancher mag sich gar allein fühlen, wenn aus einer jahrelangen "Kontrolle" eine tiefe Leere entspringt. Natürlich sprechen die Lehrer mit uns Eltern über unsere Kinder und bieten Hilfe an, wenn sie es können und wir es brauchen. Aber die Schlange vor der Tür ist weg. Hilfe müssen wir uns nun selbst suchen. Das mag auf den ersten Blick überfordernd sein, ist es aber mit etwas Hilfe nicht.


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